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MCT ÖL: Was ist das und wieso verwenden wir es in der ketogenen Ernährung?

Januar 17, 2021

MCT ÖL: Was ist das und wieso verwenden wir es in der ketogenen Ernährung?

MCT ÖL: Was ist das und wieso verwenden wir es in der ketogenen Ernährung?

Die gesunde Wunderwaffe, um schnell in die Ketose zu kommen.

Der Hype um das geheimnisvolle MCT-Öl… Die meisten von euch werden das durchsichtige Fett sicherlich im eigenen Küchenschrank zu stehen, nutzen es im morgendlichen Keto Kaffee oder haben zumindest davon gehört haben. MCT-Öle dienen in der ketogenen Ernährung nämlich dazu, den Körper schneller in die Ketose zu bringen.

Für uns Ketarier ist die Ketose der Zustand der Wahl und das, worauf sie tagtäglich hinarbeiten. Nicht umsonst bietet dies nicht nur enorme Vorteile in der Diabetestherapie und verhilft zu stabileren, niedrigeren Blutzuckerwerten. Ebenso ist wissenschaftlich belegt, dass eine milde bis moderate Ketonämie, also der Zustand einer vermehrten Konzentration von sogenannten Ketonkörpern im Blut, bei der Behandlung von Epilepsie von Vorteil ist (Vandenberghe et al., 2020).

 

MCT-Öl hilft, schneller in die Ketose zu gelangen.

Wenn keine Glucose mehr durch den Abbau von Kohlenhydraten gebildet werden kann, beginnt der Körper, diese Ketonkörper herzustellen. Ketonkörper werden in der Leber gebildet, die hierfür die körpereigenen Fettreserven anzapft und dann als schnelle Energielieferanten freisetzt. Bei der ketogenen Ernährung stellt sich der Körper also auf die sogenannte Glukoneogenose ein. Das bedeutet, dass die Leber die benötigte Glucose aus Protein und Fett herstellt anstatt aus Kohlenhydraten. Überschüssige Ketonkörper werden in Form von Azeton über den Urin ausgeschieden.

Diesen Zustand der Energieversorgung bezeichnet man allgemein als Ketose und ist entscheidend von der gefährlichen Stoffwechselentgleisung „Ketoazidose“ zu unterscheiden. Solltest du mehr dazu lesen wollen, lies einfach unseren Artikel zur Ketoazidose

 

Als Wunderwaffe der ketogenen Ernährung gelten sogenannten MCT-Öle. Aber woran genau liegt das und was machen diese Öle so besonders?

 

Die besagten Öle enthalten sogenannte mittelkettige Triglyzeride, kurz MCT (medium chain triglycerides), die ein rasch metabolisierbares Substrat darstellen. Triglyceride gehören zur Gruppe der Nahrungsfette. Eine Besonderheit dieser Fette ist, dass sie sehr schnell und vor allem vollständig abgebaut werden können. Außerdem ist eine Ablagerung im Depotfett und in der Leber praktisch kaum nachweisbar (Sailer & Berg, 1979). Dies gelingt, da die Fettsäuren die einzigartige Eigenschaft haben, den peripheren (äußere Zonen des menschlichen Körpers) Kreislauf zu umgehen und über die Pfortader in die Leber zu gelangen, wo sie eine schnelle Ketonproduktion hervorrufen.

 

Kokosnussöl MCT Öl

 

MCT-Öl besteht aus mittelkettigen Triglyzeriden und kann schnell vom Körper abgebaut werden.

Aufgrund dieser faszinierenden Eigenschaften haben MCT-Öle ihren festen Platz in der parenteralen Ernährung sowie in der speziellen Therapie verschiedener Darmkrankheiten, insbesondere bei Fettverdauungs- und Lymphabflussstörungen, bei Morbus Crohn, Mukoviszidose oder auch nach Dünndarmoperationen.

Die menschliche Muttermilch ist eine natürliche Quelle für MCTs, sie kommen aber auch in Butter, Kokosöl und Palmöl vor. Zur Produktion von MCT-Nahrungsergänzungsmitteln werden die effektivsten Fettsäuren extrahiert (Avgerinos et al., 2020). 

Hauptbestandteile von MCT-Ölen sind für gewöhnlich Capryl- (C8) und Caprinsäure (C10), deren Bezeichnung sich nach der Anzahl ihrer Kohlenstoffatome richtet. Ihnen wird die beste Wirkung in Bezug auf ihre Eigenschaften als Energielieferant und die Unterstützung bei der Ketonbildung zugeschrieben. Laurinsäure (C12), aus welcher Kokosöl hauptsächlich besteht, gilt fast schon zu den langkettigen Fettsäure. Damit hat sie weniger fördernde Eigenschaften für die Ketogenese. Sie taucht in MCT-Ölen daher nicht auf. MCT-Öle liefern dir also das Beste vom Besten und helfen deinem Körper dabei, die Ketogenese zu beschleunigen, was in zahlreichen Studien belegt werden konnte (d.C. Harvey et al., 2018). Sie liefern dir auch direkte Fettsäuren für die Energieversorgung. 

 

Aber Achtung- MCT ÖL und Durchfall: 

Die Verzehrmenge sollte vor allem beim Einstieg mit Bedacht gewählt werden. Der Körper muss sich erst an die Verstoffwechselung gewöhnen, weshalb das Öl sehr stark abführend wirken. Mehr als 10g/Tag empfehlen wir zu Beginn daher nicht! 

 

MCTs sind also die Lösung? Jein.

All die beschriebenen Vorteile wirken nicht, wenn du weiter wie gewohnt kohlenhydratbasiert isst und einfach MCTs zu deinen Mahlzeiten hinzugibst. Denn exogene Ketone, zu denen die MCT-Öle gehören, erhöhen zwar den Ketonspiegel. Allerdings ist für die gesundheitlichen Vorteile der ketogenen Ernährung eine vom Körper selbst induzierte, also endogene, Ketonproduktion notwendig. Nur MCTs zuzuführen bringt also nicht dieselbe Wirkung!

Noch ein letzter Tipp: MCT-Öl nicht erhitzen!

Achte bei der Verwendung von MCT-Öl darauf, dieses nicht zu kochen. MCT-ÖL verträgt nämlich keine große Hitze!

 

Quellen zum Nachlesen:

Avgerinos, K. I., Egan, J. M., Mattson, M. P., & Kapogiannis, D. (2020). Medium chain triglycerides induce mild ketosis and may improve cognition in Alzheimer’s disease. A systematic review and meta-analysis of human studies. Ageing Research Reviews58, 101001.

d.C.Harvey, C. J., Schofield, G. M., Williden, M., & McQuillan, J. A. (2018). The effect of medium chain triglycerides on time to nutritional ketosis and symptoms of keto-induction in healthy adults: a randomised controlled clinical trial. Journal of nutrition and metabolism2018.

Sailer, D., & Berg, G. (1979). Verhalten der Serumfettsäuremuster unter Zufuhr einer MCT-haltigen Fettemulsion. Transfusion Medicine and Hemotherapy6(3), 171-174.

Vandenberghe, C., St-Pierre, V., Fortier, M., Castellano, C. A., Cuenoud, B., & Cunnane, S. C. (2020). Medium chain triglycerides modulate the ketogenic effect of a metabolic switch. Frontiers in Nutrition7.



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