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Lipödem und Keto: Warum du bei einem Lipödem deine Ernährung umstellen solltest!

März 12, 2021

Keto und Lipödem

Lipödem und Keto: Warum du bei einem Lipödem deine Ernährung umstellen solltest!

Lerne, dein Lipödem zu behandeln und Symptome langfristig durch die ketogene Ernährung zu lindern!

 

Unter einem Lipödem zu leiden ist eine wirklich unangenehme Belastung- sowohl körperlich als auch mental. Hinzu kommt, dass viele Menschen die Erkrankung nicht als solche sehen, sondern für sich einfach die Diagnose „Fettleibigkeit“ treffen, obwohl die Betroffenen eventuell gar nichts dafür können.

Leider gibt es bislang noch zu wenige Studien über die Einschränkungen des Lipödem-Wachstums, sodass keine klaren und 100%-ig wirksamen Therapien vorgeschlagen werden können. Herkömmliche Diäten funktionieren nämlich nicht!

Die ketogene Ernährung hat sich in den vergangenen Jahren als mögliche und vielversprechende alternative Ernährungsform erwiesen, um das Aufkommen und das Wachstum des Lipödems zu minimieren.

Erfahre in diesem Artikel mehr über die Krankheit und was wissenschaftliche Studien bezüglich Keto und Lipödem sagen. Denn mit Keto gibt es einen wohlmöglich ersten Hoffnungsschimmer für dich: Erste Erkenntnisse dieser Studien zeigen, dass die ketogene Ernährung im Umgang mit deinem Lipödem tatsächlich helfen kann! Auf geht’s, probiere es gleich aus!

 

Was genau versteht man unter dem Lipödem?

Das Lipödem ist eine chronische Erkrankung, die fast ausschließlich bei Frauen während der Pubertät oder zu anderen Zeiten hormoneller Veränderungen wie Geburt oder Menopause auftritt und durch eine symmetrische Vergrößerung von knotigem, schmerzhaftem subkutanem Fettgewebe in den Gliedmaßen gekennzeichnet ist, wobei Hände, Füße und Rumpf verschont bleiben (Sanchez et al., 2018).

Betroffene Personen entwickeln beidseitige und symmetrische "fettige", nicht punktförmige Schwellungen, die gewöhnlich auf die Beine und Hüften beschränkt sind. Die Füße bleiben typischerweise verschont, was zu einem "inversen Schultereffekt" an den Knöcheln führt. Die Patienten können über Druckempfindlichkeit und leichte Blutergüsse an den betroffenen Stellen klagen.

 

Die fünf Lipödem Stadien:

Je nach Schweregrad werden fünf verschiedene Arten der Krankheit unterschieden:

  • I. Stadium: Auf die Gesäß-Hüft-Region beschränkt
  • II. Stadium: Bis zu den Knien und Fett-Lappen auf der Knie-Innenseite
  • III. Stadium: Bis zu den Knöcheln
  • IV. Stadium: Nur Hände und Füße sind nicht betroffen
  • V. Stadium: Wasser-Einlagerungen sogar in Hand und Fußrücken, Fingern und Zehen sowie Schädigung der größeren Lymphgefäße

 

 Lipödem Stadien

[Quelle: https://www.leading-medicine-guide.de/erkrankungen/stoffwechsel/lipoedem]

 

Die Diagnose des Lipödems

Die Diagnose eines Lipödems ist nicht immer einfach von der Adipositas zu unterscheiden, weshalb die Krankheit leider falsch diagnostiziert bzw. gar nicht erst erkannt wird. Die Prävalenz von Adipositas kann anhand des Body-Mass-Index (BMI) ermittelt werden, der definiert ist als das Gewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern (kg/m2). Ein BMI über 25 kg/m2 wird als übergewichtig und ein BMI von über 30 kg/m2 als fettleibig definiert.

Patienten mit Lipödem können ebenfalls einen erhöhten BMI haben, aber während Adipositas auf eine eingeschränkte Nahrungsaufnahme reagiert, ist dies beim Lipödem nicht der Fall, was zu einem abgemagerten Oberkörper und einem Unterkörper führt, der von der Taille bis zu den Knöcheln hartnäckig die gleiche Form behält.

Bei einem Teenager oder jungen Erwachsenen ist ein reines Lipödem aus den folgenden Gründen charakteristisch: Disproportionale Verteilung des Fettes unterhalb der Taille und die gleichzeitig auftretenden Merkmale wie Gewebeempfindlichkeit und leichte Blutergüsse. Das fehlende Ansprechen auf gewichtsreduzierende Diäten würde gegen eine Form der Adipositas sprechen.

Im späteren Lebensalter kann das Lipödem jedoch durch Adipositas oder ein Lymphödem verkompliziert werden. In diesem Fall sind die Symptome in der Vorgeschichte für die Diagnose entscheidend und sollten dringend vom Arzt in die Diagnose mit einbezogen werden (Child et al., 2010).

 

Mögliche Lipödem Ursachen und Auswirkungen

Das Lipödem kann leider zu erheblichen Einschränkungen, Beeinträchtigungen in der täglichen Funktionsfähigkeit und psychosozialer Belastung führen. Die Literatur zeigt allerdings nur wenig und auch widersprüchliche Daten bzgl. der Prävalenz (Häufigkeit des Auftretens) der Krankheit. Mehrere Autoren halten das Lipödem für eine seltene Erkrankung, obwohl es möglicherweise viel häufiger auftritt als angenommen.

Trotz der klinischen Auswirkung auf die Gesundheit von Frauen ist das Lipödem in der Tat meist unbekannt, unterdiagnostiziert und wird zu oft mit anderen, ähnlich gelagerten Erkrankungen fehldiagnostiziert.

Eine polygene (komplexe) Anfälligkeit in Kombination mit hormonellen, mikrovaskulären (die kleinsten Blutgefäße betreffend) und lymphatischen Störungen (Störungen der Lymphknoten oder -gefäße) kann für seine Entstehung mitverantwortlich sein. Darüber hinaus fehlt es noch an konsistenten Informationen zum Auftreten und zur Entwicklung des Lipödems.

Maßnahmen zur Gewichtsreduktion zeigen meist leider nur einen geringen Effekt auf die abnorme Körperfettverteilung, was zu Essstörungen, erhöhtem Adipositasrisiko, Depressionen und anderen psychischen Beschwerden führen kann (Buso et al., 2019).

 

Herkömmliche Lipödem-Therapien

Die gängigsten konventionellen Behandlungen für das Lipödem können als eine Reihe von nicht-invasiven und invasiven Ansätzen eingeordnete werden, die oft miteinander kombiniert werden. Unter anderem werden Diät- und Bewegungsänderungen eingesetzt, um die Symptome zu behandeln. Diätetische Behandlungsansätze können sich dabei auf die Reduktion entzündungsfördernder Nahrungsmittel und/oder auf die Einnahme von pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln konzentrieren.

Es hat sich jedoch gezeigt, dass das Lipödem gegenüber konventionellen Diät- und Bewegungsmaßnahmen sehr resistent ist. Kalorienarme Diäten und intensives körperliches Training, die darauf abzielen, den Energiehaushalt zu verändern und eine Gewichtsabnahme herbeizuführen, haben sich bei Patienten mit Lipödem eher als frustrierend und ineffektiv erwiesen.

Jeglicher Gewichtsverlust bei Patienten mit Lipödem, der durch konventionelle Diät- und Trainingsmethoden erreicht wird, findet zwangsläufig nur am Oberkörper statt, was zu einer verstärkten Asymmetrie und einem negativen Körperempfinden führt (Keith et al., 2021).  

 

Lipödem-Erkrankungen durch die ketogene Ernährung lindern

Keto- Was ist das nochmal gleich?

Die Wirksamkeit einer ketogenen Diät bei der Behandlung klinischer Merkmale des Lipödems wurde bisher in mehreren Humanstudien nachgewiesen und scheint als Intervention für das Lipödem vielversprechend.

Wie wir bereits in anderen healivery Artikeln ausführlich beschrieben haben, werden ketogene Diäten seit den 1920er Jahren als wirksame Therapie zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt. Auch zur Regulation der Blutzuckerwerte bei Diabetes Typ-1 bis hin zur Reversibilität des Typ-2-Diabetes scheinen mit Keto möglich zu sein.

Bei Keto wird die Kohlenhydrat-Zufuhr auf weniger als 20-30 g/Tag beschränkt. Diese Einschränkung führt dazu, dass keine Glukose als Brennstoff zur Verfügung steht und die Fettverbrennung eingeleitet wird, um in die sogenannte Ketose zu kommen.

Wie ebenfalls in anderen Beiträgen bereits beschrieben, sind ketogene Diäten seit langem wissenschaftlich für einen wirksamen, schnellen Fettabbau anerkannt. Sie sind für die schnelle Gewichtsabnahme in erster Linie aufgrund der Bildung von Ketonkörpern sowie ihrer Fähigkeit zur Senkung des Insulinspiegels und des erhöhten Sättigungsgefühls, das mit einer hohen Fettaufnahme erlebt wird, wirksam.

Die Energie wird also nicht mehr aus der Glukose, sondern aus dem Fett gewonnen!

 

Wie wirkt Keto bei der Linderung des Lipödems?

Diese Verschiebung des zellulären Energiestoffwechsels von "glukozentrisch" (Glukose wird als primäre Energiequelle verwendet) zu "adipozentrisch" (Ketonkörper und Fettsäuren werden als primäre Energiequellen verwendet) schafft die perfekte nachhaltige Umgebung, um Fettgewebe zu spalten, ohne das Risiko einer Sarkopenie, die bei kalorienbeschränkten Diäten auftreten kann. Unter Sarkopenie versteht man den ungewollten Abbau von Muskelmasse und Muskelkraft im Körper.

Eine mögliche Erklärung dafür, dass die ketogene Ernährung sich positiv auf eine Lipödem-Erkrankung auswirken kann, ist vor allem der sinkende Insulinspiegel. Da höhere Insulinspiegel die Einlagerung von Triglyceriden und Lipozyten (Fett speichernde Zellen) fördern, führt eine kohlenhydratarme Ernährung zu niedrigeren und stabileren Blutzucker- und Insulinwerten.

Diese Effekte sind wichtige Überlegungen für die Behandlung von Lipödemen. Es wird vermutet, dass die metabolischen Veränderungen, die durch die Ketose eingeleitet werden, positive Auswirkungen zur Unterdrückung des Wachstums solcher Zellen haben.

 

Angeblich geschieht das durch drei verschiedene Arten:

  • (1) durch Verringerung der Fettleibigkeit durch energiebedarfsgesteuerte Lipolyse (Spaltung von Fetten),
  • (2) durch Senkung des Insulinspiegels auf einen Wert, der niedrig genug ist, um die Lipolyse der Lipödem-Adipozyten zu ermöglichen und gleichzeitig den Appetit durch einen Zufluss von Glukagon zu unterdrücken, und
  • (3) durch Verhinderung eines weiteren Fortschreitens der Krankheit, was bisher als unmöglich galt. Glukagon, als primäres kataboles, „abbauendes“ Hormon, wirkt im Gegensatz zu Insulin, das als anaboles oder Speicherhormon dient.

Früher dachte man, dass Glukagon nur an der Verhinderung von Hypoglykämie („Unterzuckerungen“) beteiligt ist, indem es die Glukoseproduktion aus der Leber steigert. Heute weiß man allerdings, dass Glukagon auch an der Aufrechterhaltung des Energiegleichgewichts im Körper und dem Lipid- und Aminosäurestoffwechsel beteiligt ist und außerdem als wichtiges Stresshormon dient.

Die Energieregulation wird von Glukagon durch eine Erhöhung des Sättigungsgefühls aufrechterhalten, was wiederum die Nahrungsaufnahme reduziert und gleichzeitig den Energieverbrauch erhöht und Wärme erzeugt. Da sich herausgestellt hat, dass die Ketose die Insulin- und Glukose-Produktion normalisiert, könnte eine ketogene Diät bei der Umkehrung der Glukagon-Resistenz von Vorteil sein und sich damit positiv auf die Lipödem-Erkrankung auswirken (Buso et al., 2019).

 

Schlussfolgerungen

Leider wird das Lipödem heutzutage oft immer noch falsch diagnostiziert und mit der Fettleibigkeit verwechselt. Normale Diäten helfen nicht bei der Minimierung des Leidens- sie führen in vielen Fällen eher zu genau gegenteiligen Effekten wie Depressionen oder einem verschlechterten Körpergefühl.

Die ketogene Ernährung scheint durch die Senkung des Insulinspiegels und durch den Zustand der Ketose positive Auswirkungen auf das Lipödem-Aufkommen und -Wachstum zu haben. Dies liegt laut Studien vor allem am vermehrten Abbau von Fettzellen und geringeren Entzündungswerten.

Allerdings bedarf es noch weitaus mehr Studien, um eine eindeutige Aussage zur ketogenen Ernährung und dem Lipödem treffen zu können. Die Auswirkung der ketogenen Diät muss noch weiter verstanden werden.

In unserer healivery Community haben wir viele tolle Erfahrungen mit der ketogenen Ernährung und der ketogenen Diät machen können. Probiere es doch gleich aus, wenn du bislang mit anderen Methoden noch keinen Erfolg erzielen konntest und berichte uns von deinen Erkenntnissen.

 

Quellen zum Nachlesen:

Buso, G., Depairon, M., Tomson, D., Raffoul, W., Vettor, R., & Mazzolai, L. (2019). Lipedema: a call to action!. Obesity27(10), 1567-1576.

Child, A. H., Gordon, K. D., Sharpe, P., Brice, G., Ostergaard, P., Jeffery, S., & Mortimer, P. S. (2010). Lipedema: an inherited condition. American Journal of Medical Genetics Part A152(4), 970-976.

Keith, L., Seo, C. A., Rowsemitt, C., Pfeffer, M., Wahi, M., Staggs, M., ... & Carmody, M. (2021). Ketogenic diet as a potential intervention for lipedema. Medical Hypotheses146, 110435.

Sanchez-De la Torre, Y., Wadeea, R., Rosas, V., & Herbst, K. L. (2018). Lipedema: friend and foe. Hormone molecular biology and clinical investigation33(1).



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