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Ketogene Ernährung und Depression: Verursacht oder lindert die ketogene Diät Depressionen?

Juli 18, 2021

Keto und Depression

Ketogene Ernährung und Depression:

Verursacht oder lindert die ketogene Diät Depressionen?

Die Keto-Diät ist eine fettreiche, kohlenhydratarme Ernährung. Durch die Einhaltung dieser Makronährstoffzusammensetzung wird ein Stoffwechselprozess ausgelöst, der Ketose genannt wird. Einfach ausgedrückt: Der Körper verbrennt Fett anstelle von Kohlenhydraten zur Energiegewinnung. Obwohl die Ketose heute als Mainstream-Methode zur Gewichtsreduktion verwendet wird, wurde sie ursprünglich entwickelt, um Anfälle bei Menschen mit Epilepsie zu kontrollieren.

Es ist wichtig zu beachten, dass das, was du isst, auch deine mentale Gesundheit beeinflusst. Eine unzureichende Ernährung kann negative Auswirkungen auf deinen Körper haben. Da die Diät jedoch das Gehirn und das Nervensystem beeinflussen kann - wie es bei Epilepsie der Fall ist - kann sie auch deine Stimmung beeinflussen. Sie kann zu Dingen wie schlechter Entscheidungsfähigkeit, Müdigkeit oder einer verlangsamten Gehirnreaktion führen. Lass uns daher schauen, wie du solche Mangelzustände vermeiden kannst und inwiefern die ketogene Ernährung sogar hilfreich bei depressiven Gemütszuständen sein kann.

 

Keto gegen Depression 

 

Wie und warum die ketogene Ernährung Depressionen reduzieren kann!

Es ist erwiesen, dass die Keto-Diät bei der Behandlung von Migräne, Epilepsie und Alzheimer hilfreich ist, genauso wie aber auch bei Diabetes oder zur Reduktion von lästigen Kilos. Darüber hinaus gibt es wissenschaftliche Belege für die Verwendung der Keto-Diät zur Behandlung von Stimmungsstörungen, einschließlich Depressionen, da die Diät dein Gehirn und Nervensystem auf verschiedene Weise positiv beeinflussen kann. Einige der Möglichkeiten, wie Keto dazu beitragen kann, sind im Folgenden aufgelistet:

 

  1. Die Erhöhung von Substanzen, die eine wichtige Rolle bei der Bewältigung von Stress, Angst und Stimmung spielen.

Niedrige Werte der Gamma-Aminobuttersäure (GABA) stehen in Verbindung mit klinischen Depressionen. GABA ist ein Neurotransmitter, der eine Schlüsselrolle im Umgang mit Stress, Angst und Stimmung spielt. Das Einhalten einer ketogenen Diät kann die Zirkulation der Substanzen erhöhen, die Neuronen übertragen, was möglicherweise depressive Symptome verbessert. Allerdings ist mehr Forschung nötig, da diese Studie nur an Tieren durchgeführt wurde [1].

     

    1. Verbesserung der mitochondrialen Funktion.

    Die Mitochondrien sind der Teil unserer Zellen, die Energie erzeugen, die die Zelle für ihre Funktion benötigt. Man nennt sie daher Kraftwerk der Zellen. Eine mitochondriale Dysfunktion, die mit Depressionen in Verbindung gebracht wurde, tritt bei Menschen, die die ketogene Diät anwenden, weniger wahrscheinlich auf. Menschen mit Depressionen haben nachweislich niedrigere Werte von Adenosintriphosphat (ATP) - einer energieliefernden Verbindung - in ihrem Gehirn als Menschen ohne Depression [2].

       

      1. Verringerung des oxidativen Stresses.

      Die instabilen Verbindungen, denen du täglich ausgesetzt bist, werden freie Radikale genannt, und sie können deine Zellen schädigen. Dies wird als oxidativer Stress bezeichnet und kann verschiedene Krankheiten verursachen. Menschen mit Depressionen haben ein hohes Maß an oxidativem Stress. Eine ketogene Ernährung kann die antioxidative Aktivität deines Körpers verbessern und dabei helfen, einige der Schäden, die durch die freien Radikale in deinen Zellen verursacht werden, rückgängig zu machen.

         

        1. Regulierung der Insulinfunktion.

        Das Hormon, das hilft, deinen Blutzuckerspiegel zu kontrollieren, heißt Insulin. Als Diabetiker/in führst du das Insulin extern durch eine Pumpe oder einen Insulinpen zu. Manche Menschen, vor allem diejenigen, die sich zucker- und stärkehaltig ernähren, können eine Insulinresistenz entwickeln - das heißt, ihr Körper reagiert nicht so gut auf Insulin, wie er sollte, was zu einer Gewichtszunahme, Herzerkrankungen und Depressionen führt. Eine ketogene Diät stabilisiert deinen Blutzuckerspiegel und erhöht somit die Empfindlichkeit deines Körpers gegenüber Insulin. Das gilt sowohl für Diabetiker/innen als auch Gesunde [3].

           

          1. Verringerung von Entzündungen.

          Diese dysfunktionale Immunantwort kann dich anfällig für viele andere Probleme machen, einschließlich Insulinresistenz, oxidativen Stress und mitochondriale Dysfunktion. Eine ketogene Ernährung kann jedoch Entzündungen hemmen oder chronische Entzündungen verbessern. Dies könnte daran liegen, dass die Verwendung von Ketonen zur Energiegewinnung weniger entzündungsfördernde Verbindungen, sogenannte reaktive Sauerstoffspezies, erzeugt als die Verwendung von Glukose zur Energiegewinnung [4].

             

            1. Verbessert deinen Schlaf.

            Neben der Vorbeugung von Depressionen hat sich gezeigt, dass eine ketogene Diät beim gesunden Schlaf hilft und das Wachstum von Krebszellen unter Umständen verlangsamt. Personen, die eine Keto-Diät einhielten, schliefen in einer Studie schneller ein als diejenigen, die keine Diät einhielten. Es wird vermutet, dass die Wachstumsrate von Krebszellen reduziert wird, da Krebszellen auf Zucker angewiesen sind, um zu gedeihen.

               

              Keto und Depression 

               

              Wieso und weshalb die ketogene Ernährung Depressionen verursachen könnte!

              Die ketogene Ernährung ist vor allem am Anfang eine große Umstellung. Es ist besonders wichtig, viele gesunde Nährstoffe aufzunehmen, sich mit seinen Mahlzeiten intensiv zu beschäftigen und sich trotzdem ausgewogen zu ernähren. Andernfalls kann es zu einer Mangelernährung kommen.

              Für die meisten Menschen ist Keto anfänglich extrem restriktiv, da sie auf Zucker, Stärke, Hülsenfrüchte und kohlenhydratreiches Obst und Gemüse verzichten müssen. Diese übermäßige Einschränkung kann dazu führen, dass du dich depressiv fühlst - sei es durch das Vermeiden von "Komfort"-Lebensmitteln, eine signifikante, abrupte Änderung deiner regulären Ernährung oder sogar durch einen Nährstoffmangel.

              Nicht genug Zink, Magnesium oder Selen in deiner Ernährung zu bekommen, kann zu Depressionen beitragen. Zusätzlich hat eine Studie mit über 90.000 Menschen herausgefunden, dass der Ausschluss einer Lebensmittelgruppe aus der Ernährung mit Depressionen in Verbindung steht [5].

              Außerdem gewöhnt sich nicht jeder sofort gut an die Ketose. Manchmal kann dein Körper Symptome zeigen, die schwer zu handhaben sind, wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Krämpfe und Müdigkeit. Obwohl sich dies durch eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr lösen kann, kann der Umgang mit solchen Symptomen, sofern sie zu lange andauern, zu Depressionen führen. Viele der Symptome treten innerhalb der ersten 5 Tage auf und werden als Keto-Grippe bezeichnet.

              Obwohl die Keto-Diät viele potenzielle Vorteile hat, kann sie Probleme wie Nährstoffmangel, Nierenprobleme, Leberprobleme, Verstopfung und Stimmungsschwankungen verursachen. Versuche, viele verschiedene Obst- und Gemüsesorten zu essen, um einige der Probleme zu vermeiden, die mit einer Keto-Diät einhergehen. Ebenso ist es enorm wichtig, gesunde Fette aufzunehmen, da wir in der ketogenen Ernährung tagtäglich sehr viel davon zu uns nehmen und schlechte Fettsäuren daher einen umso größeren Einfluss haben. Alles zu weiteren Nebenwirkungen und wie du diese vermeiden kannst, erfährst du hier.

              Neben der anfänglichen Keto-Grippe oder Nebenwirkungen aufgrund von unausgewogenen Mahlzeiten, könnte auch eine soziale Komponente dazu beitragen, dass du depressive Stimmungen erlebst. Es kann auch jene Komponente der sozialen Isolation geben, besonders wenn sich viele deiner sozialen Zusammenkünfte um Essen drehen. Wenn du häufiger zu Hause kochst, um deine Keto-Diät einzuhalten, kann es sein, dass du depressive Episoden bekommst, wenn du dadurch sozial isoliert bist.

              Versuche daher, dich aufgrund deines neuen Lebensstils nicht abzukapseln, sondern ersetze einfach gewisse kohlenhydratreiche Produkte in den Mahlzeiten wie etwa Reis oder Nudeln durch entsprechende Alternativen. So kannst du immer noch genau dasselbe essen wie deine Liebsten, ersetzt aber lediglich die Beilagen. Bei uns funktioniert das so wunderbar. Essen im Restaurant ist dafür schon etwas komplizierter und wir raten dir, dies erst zu tun, wenn du dich schon sehr gut mit den ketofreundlichen Lebensmitteln auskennst!

               

              Tipps und Tricks, um in der ketogenen Ernährung eine Depression zu vermeiden!

              Da es auch andere Methoden zur Gewichtsabnahme gibt, solltest du die Keto-Diät beenden, wenn du neue Gefühle der Depression bemerkst. Keto sollte sich gut anfühlen, aber ist eventuell nicht für jede/n gleichermaßen geeignet. Wenn du die Diät jedoch nutzt, um deinen Blutzucker oder deine Epilepsie in den Griff zu bekommen, dann konsultiere deinen Arzt für weitere Ratschläge. Einige der Strategien, die du in Betracht ziehen kannst, wenn du mit der Ernährungsform weitermachen willst, sind:                           

              • Warte die Keto-Grippe ab. Wenn du erst kürzlich auf die Keto-Diät umgestellt hast, können deine Symptome mit der Keto-Grippe zusammenhängen. Wenn du die ersten Tage abwartest und darauf achtest, dass du viel trinkst und Elektrolyte zuführst, wird dir die Umstellung leichter fallen.

               

              • Konzentriere dich auf hochwertiges Protein und Gemüse. Wenn du nicht genug stimmungsunterstützende Nährstoffe bekommst, versuche mehr hochwertige Vollwertkost in deine Ernährung aufzunehmen. Lebensmittel, die reich an Magnesium sind, wie Avocado, Mandeln und zuckerarme dunkle Schokolade, können bei depressiven Symptomen helfen.

               

              • Nimm dir Zeit und trinke gut. Die ersten paar Tage abzuwarten und darauf zu achten, viel Wasser zu trinken, wird den Übergang erleichtern. Elektrolyte können dir ebenfalls helfen.

               

              • Versuche eine zyklische Keto-Diät (Carb Cycling). Diese Technik erlaubt es dir, einen kohlenhydratreichen Tag pro Woche zu nehmen. Es macht es einfacher, die Diät langfristig durchzuhalten, ohne auf deine Lieblingsspeisen zu verzichten oder Kohlenhydrate zu eliminieren. Vor allem zu Beginn kannst du dich damit an die Ernährungsweise herantasten.

               

              • Du bist nicht sicher? Wenn du dir nicht sicher bist, ob deine Depression durch die Keto-Diät verursacht oder verschlimmert wurde, solltest du in Erwägung ziehen, dir Hilfe von einem qualifiziertem medizinischem Fachpersonal zu holen. Derzeit gibt es keine ausreichenden Beweise für den Einsatz der Diät bei psychischen Störungen und sie ist keine empfohlene Behandlungsoption.

               

              Die Quintessenz

              Die Keto-Diät ist eine beliebte Ernährungsweise zur Gewichtsabnahme und zum Blutzuckermanagement, aber sie wurde ursprünglich zur Behandlung von Epilepsie entwickelt. Sie kann auch andere starke Effekte auf das Gehirn haben und kann eine Rolle bei der Behandlung von Stimmungsstörungen spielen.

              Neue Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Keto bei Depressionen auf verschiedene Weise helfen kann. Allerdings kann die restriktive Natur der Diät dazu führen, dass sich manche Menschen depressiv fühlen.

              Die Keto-Diät ist nicht für jeden geeignet- insbesondere bei Vorerkrankungen solltest du deine Ernährung nicht im Alleingang einfach ändern. Wende dich vorab an entsprechendes Fachpersonal und diskutiert, ob die ketogene Ernährung das richtige für dich ist. Achte auf dich und deinen Körper, damit du die vielen positiven Vorteile von Keto auch für dich entdecken kannst!

               

              Quellen zum Nachlesen:

              [1]        Brietzke, E., Mansur, R. B., Subramaniapillai, M., Balanzá-Martínez, V., Vinberg, M., González-Pinto, A., ... & McIntyre, R. S. (2018). Ketogenic diet as a metabolic therapy for mood disorders: evidence and developments. Neuroscience & Biobehavioral Reviews94, 11-16.

              [2]        Bansal, Y., & Kuhad, A. (2016). Mitochondrial dysfunction in depression. Current neuropharmacology14(6), 610-618.

              [3]        Gutiérrez-Rodelo, C., Roura-Guiberna, A., & Olivares-Reyes, J. A. (2017). Molecular mechanisms of insulin resistance: An update. Gac Med Mex153(2), 214-28.

              [4]        Dupuis, N., Curatolo, N., Benoist, J. F., & Auvin, S. (2015). Ketogenic diet exhibits anti‐inflammatory properties. Epilepsia56(7), e95-e98.

              [5]        Wang, J., Um, P., Dickerman, B. A., & Liu, J. (2018). Zinc, magnesium, selenium and depression: a review of the evidence, potential mechanisms and implications. Nutrients10(5), 584.

                                                                                                                                                     

               



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